Baumdiagramme in Tableau: Treemap erstellen und zum Balken-Baumdiagramm erweitern
Du fragst Dich, welche Produktkategorien am umsatzstärksten sind und welchen Anteil am Gesamtumsatz sie generieren? Solch eine Frage kann zu einem Baumdiagramm der sogenannten Treemap führen. Du gewinnst einen groben Überblick über Deine Daten und kannst zudem feststellen, wie einzelne Aspekte im Zusammenhang stehen, sowohl miteinander als auch zum großen Ganzen. Die Daten werden ähnlich betrachtet wie ein Baum, um herauszufinden, welches die stärksten Zweige in der Baumkrone sind.
Was ist ein Baumdiagramm (Treemap) in Tableau?
Ein Baumdiagramm ist zunächst eine Ansammlung von Rechtecken. Jedes Rechteck stellt eine Merkmalsausprägung dar. Dabei können mehrere Rechtecke ineinander geschachtelt sein, wenn Du ein Baumdiagramm mit mehreren Levels baust. So kannst Du beispielsweise den Umsatz Deiner Produktkategorien je Wochentag betrachten. Der Umsatz gibt dabei die Größe der Rechtecke vor. Alle Rechtecke sind absteigend nach Ihrer Größe geordnet, sodass das Baumdiagramm von oben links nach unten rechts zu lesen ist.

Verwende Baumdiagramme, um eine Hierarchie innerhalb Deiner Daten im Bezug auf ihren Anteil am Ganzen zu erkennen. Du möchtest zum Beispiel das Speichervolumen Deiner Dateien in verschiedenen Ordnern überblicken, die Hauptursachen für technische Störungen erfahren, oder bist Du an den mitarbeiterstärksten DAX-Unternehmen je Branche interessiert? Dann greife zum Baumdiagramm.
Wie erstelle ich ein Baumdiagramm in Tableau?
Wähle den Markierungstyp Quadrat aus und lege die relevanten Dimensionen in entsprechender Reihenfolge auf Detail sowie eine relevante Kennzahl auf Größe. Das ist schon alles.

Alles Weitere ist Feinarbeit. In aller Regel wird ein Feld auf Farbe gelegt. Hierbei hast Du mehrere Optionen:
- Verwende dieselbe Kennzahl, die auch auf Größe liegt, um die bedeutendsten Rechtecke stärker hervorzuheben.
- Verwende eine andere Kennzahl, um eine Relation festzustellen. Beispielsweise um börsennotierte Unternehmen mit Größe nach Ihrem Umsatz entsprechend ihrer Kursveränderung im Vergleich zum Vortag einfärben.
- Verwende die Dimension der höchsten Detailebene, um die Aufmerksamkeit auf den größten hierarchischen Zusammenhang zu lenken.
- Verwende die Dimension einer niedrigeren Detailebene, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede im hierarchischen Verhalten in verschiedenen Ausprägungen der höchsten Ebene festzustellen. Betrachte damit beispielsweise, welche Tageszeitung in den unterschiedlichen Altersgruppen am beliebtesten ist.
Im unteren Beispiel siehst Du alle vier Möglichkeiten auf einen Datensatz angewandt:
Was ist hier zu erkennen?
- Oben links: Geräte haben am Dienstag (dem zweitschwächsten Tag nach Umsatz) ähnlich viel Umsatz generiert, wie die umsatzstärksten Unterkategorien von Freitag bis Montag.
- Oben rechts: Geräte haben freitags und samstags einen Gewinneinbruch erlitten haben, während sie donnerstags eine riesige Gewinnsteigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Der Mittwoch verbucht eine Gewinnsenkung über alle Unterkategorien.
- Unten links: Mittwoch tritt als umsatzschwächster Tag hervor. In den anderen Baumdiagrammen ist er aufgrund seiner geringen Fläche nur bei genauerem Hinsehen zu erkennen.
- Unten rechts: Kopierer sind samstags beliebter sind als andere Produkte, obwohl sie sonst eher hinter anderen Kategorien zurücktreten müssen.
Design-Hack: Balken-Baumdiagramm in Tableau erstellen
Verschiebe das Feld der obersten Detailebene auf Zeilen. Nun hast Du ein Balkendiagramm, in welchem jeder Balken ein eigenes Baumdiagramm darstellt. So erkennst Du auf den ersten Blick, wie die wichtigste Dimension im Vergleich abschneidet, und kannst die einzelnen Balken hinsichtlich ihrer Zusammensetzung näher untersuchen.
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