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Quo vadis, Big Data? (II)
Quo vadis, Big Data? (II)

Wie im letzten Beitrag beschrieben, bewirkt datengetriebene Technologie eine extrem rasante Veränderung des Status quos – schneller, optimierter, günstiger, deshalb mehr Menschen leichter zugänglich und manchmal eben auch disruptiv wie eine S-Kurve.

Potenziale und Grenzen von Technologien

Das richtige Mindset

Diese „abrupte“ Änderung ganzer Branchen geschieht aber nicht über Nacht und lässt sich mit den richtigen Daten sogar vorab erahnen. Dass selbst eindeutige Zahlen und Graphen aber nicht ausreichen, um den Fortbestand eines Unternehmens zu sichern, sondern zusätzlich das richtige Mindset für eine „Analytics Culture“ unabdingbar ist, zeigen zahlreiche bekannte Beispiele aus der Praxis.

Kodak belächelte damals die Digitalfotografie und als sie letztendlich auf diesen Trend reagierten, war es auch schon wieder zu spät. Nokia und Microsoft belächelten Apple. Steve Ballmer, damaliger Chef von MS, sagte 2007 in einem Interview „There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share. No chance. […] 2 percent or 3 percent, which is what Apple might get.” Das Ergebnis ist bekannt. Man muss sich also als Unternehmen selbst oder gerade als Marktführer eingestehen, dass man eventuell doch nicht das nächste „Netflix“, sondern das nächste „Blockbuster“ sein könnte. Dass Ignoranz gegenüber der Konkurrenz und neuer Technologie langfristig existenzbedrohende Auswirkungen hat, musste auch schon der historische Eisblockverkäufer feststellen, als ein Gerät entwickelt wurde, dass sein Geschäftsmodell obsolet machte – der elektrische Kühlschrank.

„Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: ‚schnellere Pferde‘“

Henry Ford

Manche aber erkennen die Gefahr bzw. die Chance, die sich mit neuer Technologie und dem digitalen Wandel bietet und entwickeln sich weiter, wie der Lichthersteller Osram, welcher mittlerweile auch als Softwarehersteller gesehen werden kann.

Ein wenig „out of the (ice)box thinking“ kann also dabei helfen, Trends frühzeitig zu erkennen. Letztendlich hängt das Überleben eines Unternehmens – vorausgesetzt man möchte es nicht ganz dem Zufall überlassen – aber davon ab, welche Wichtigkeit der Daten- bzw. Analysekultur bei strategischen Entscheidungen beigemessen wird.

Wie grob man daneben liegen kann, wenn man Entscheidungen rein der Intuition überlässt, zeigt obiges Gedankenexperiment, dessen Antwort „42 Mal“ lautet.

Über die Chancen, die sich durch Big Data ergeben ließt du im letzten Teil.