Quo vadis, Big Data? (II)

Autor:in: Niclas Nibbe
Lesezeit: 2 Minuten
PortrÀt eines lÀchelnden Mannes mit kurzer Frisur und Bart, in einem neutralen, verschwommenen Hintergrund.

Wie im letzten Beitrag beschrieben, bewirkt datengetriebene Technologie eine extrem rasante VerĂ€nderung des Status quos – schneller, optimierter, gĂŒnstiger, deshalb mehr Menschen leichter zugĂ€nglich und manchmal eben auch disruptiv wie eine S-Kurve.

Potenziale und Grenzen von Technologien

Das richtige Mindset

Diese „abrupte“ Änderung ganzer Branchen geschieht aber nicht ĂŒber Nacht und lĂ€sst sich mit den richtigen Daten sogar vorab erahnen. Dass selbst eindeutige Zahlen und Graphen aber nicht ausreichen, um den Fortbestand eines Unternehmens zu sichern, sondern zusĂ€tzlich das richtige Mindset fĂŒr eine „Analytics Culture“ unabdingbar ist, zeigen zahlreiche bekannte Beispiele aus der Praxis.

Kodak belĂ€chelte damals die Digitalfotografie und als sie letztendlich auf diesen Trend reagierten, war es auch schon wieder zu spĂ€t. Nokia und Microsoft belĂ€chelten Apple. Steve Ballmer, damaliger Chef von MS, sagte 2007 in einem Interview „There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share. No chance. [
] 2 percent or 3 percent, which is what Apple might get.” Das Ergebnis ist bekannt. Man muss sich also als Unternehmen selbst oder gerade als MarktfĂŒhrer eingestehen, dass man eventuell doch nicht das nĂ€chste „Netflix“, sondern das nĂ€chste „Blockbuster“ sein könnte. Dass Ignoranz gegenĂŒber der Konkurrenz und neuer Technologie langfristig existenzbedrohende Auswirkungen hat, musste auch schon der historische EisblockverkĂ€ufer feststellen, als ein GerĂ€t entwickelt wurde, dass sein GeschĂ€ftsmodell obsolet machte – der elektrische KĂŒhlschrank.

„Wenn ich die Leute gefragt hĂ€tte, was sie wollen, hĂ€tten sie gesagt: ‚schnellere Pferde‘“

Henry Ford

Manche aber erkennen die Gefahr bzw. die Chance, die sich mit neuer Technologie und dem digitalen Wandel bietet und entwickeln sich weiter, wie der Lichthersteller Osram, welcher mittlerweile auch als Softwarehersteller gesehen werden kann.

Ein wenig „out of the (ice)box thinking“ kann also dabei helfen, Trends frĂŒhzeitig zu erkennen. Letztendlich hĂ€ngt das Überleben eines Unternehmens – vorausgesetzt man möchte es nicht ganz dem Zufall ĂŒberlassen – aber davon ab, welche Wichtigkeit der Daten- bzw. Analysekultur bei strategischen Entscheidungen beigemessen wird.

Wie grob man daneben liegen kann, wenn man Entscheidungen rein der Intuition ĂŒberlĂ€sst, zeigt obiges Gedankenexperiment, dessen Antwort „42 Mal“ lautet.

Über die Chancen, die sich durch Big Data ergeben ließt du im letzten Teil.